Wahlplakate: Gestalterische Kreativleistung oder Design-Horror in der Öffentlichkeit?

Screenshot des Landesblog über Wahlplakate

Seit einigen Wochen hängen an jeder Laterne in Kiel die Wahlplakate für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017. Ob dadurch das Stadtbild verschönert wird oder man das eher als visuelle Verschmutzung empfindet, sei mal dahin gestellt.

Interessant sind Wahlplakate für mich aus zwei Gründen: 1. Man kann sich ihnen aufgrund der massiven Präsenz im Stadtbild nicht entziehen. 2. Sie sind ein Sonderfall in der Kommunikation: Sie werden nur zu bestimmten Anlässen eingesetzt, sie wollen nichts verkaufen… aber sie wollen Menschen genauso wie andere Werbung überzeugen. Die Grundfragen der Kommunikation sind für die Konzeption daher die gleichen:

  • Wer tritt als Absender auf? –> Ist dieser klar erkennbar?
  • Was ist der Inhalt / die Botschaft? –> Was soll durch das Plakat erreicht werden?
  • An wen richtet sich die Botschaft? –> Wer soll angesprochen werden?
  • Wie wird die Botschaft umgesetzt (Bilder, Grafiken, Texte etc.)? –> Welche Tonalität strahlt das Plakat aus?

 

Aber warum sind Wahlplakate im Gegensatz zu anderen Werbeplakaten oft so wenig kreativ? So wenig Hingucker? So wenig motivierend oder wenigstens unterhaltend?

Für den Landesblog durfte ich bereits zum zweiten Mal einen Artikel über die Konzeption und Wirkung von Wahlplakaten schreiben. Die Originalität und Attraktivität der Plakate hat sich im Vergleich zur Analyse von 2013 leider nicht wesentlich verändert. So machen die meisten Plakate immer noch wenig Lust auf die Kandidaten, die Themen oder die Wahl insgesamt. Aber warum is das so? Muss das so sein? Einen Antwortversuch darauf gibt es in meinem Landesblog-Artikel:

 

„Viele Gesichter, wenig Inhalt: Wahlplakate zur Landtagswahl 2017 in Kiel“

Screenshot des Landesblog über Wahlplakate

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