Kunden-Weihnachtskarte – Muss das sein?

Weihnachtskarte

Alle Jahre wieder werden im Dezember haufenweise Weihnachtskarten und -grüße verschickt. Ist das nicht mittlerweile etwas „oldschool“ und der Brauch abgegriffen? Im persönlichen Freundes- und Familienkreis ist diese Tradition ja noch nachvollziehbar, aber als Unternehmen hat man ja nicht unbedingt eine familiäre Bindung an die Grußkartenempfänger. Ist der professionelle Weihnachtsgruß also nur unpersönliches Marketinginstrument, eine zweckorientierte Werbemaßnahme?

Warum verschicken wir persönliche Weihnachtsgrüße? Üblicherweise weil eine persönliche Beziehung zwischen Absender und Empfänger besteht – sei es freundschaftlich oder familiär. Mit einer Weihnachtskarte bringen wir z.B. zum Ausdruck „Ich denke an dich. Du bist mir wichtig. Ich hoffe es geht dir gut und ich wünsche dir eine fröhliche Weihnachtszeit.“ Auf diese Weise bleiben wir mit Menschen verbunden, die wir nur selten sehen. Vielleicht weil sie in einer anderen Stadt wohnen oder der längst vorgenommene Besuch doch noch nicht geklappt hat.

Newsletter als Beziehungspflege

Gute Wünsche darf auch ein Unternehmen an seine Kunden und Partner weitergeben. Auch hier lebt eine Beziehung. Nicht familiär, nicht zwangsweise freundschaftlich, aber oftmals mit persönlichem Kontakt. Und auch diese will gepflegt werden. Eine Karte kann verbunden sein mit dem Dank für eine gute Zusammenarbeit über das Jahr. Oder mit guten Wünschen für die Herausforderungen, die Ihre Kunden im nächsten Jahr bewegen. Wissen Sie eigentlich, was Ihre Kunden gerade bewegt?

Je größer Ihr Kunden- und damit Empfängerkreis, desto anonymer wird die Weihnachtskarte tendenziell ausfallen. Schließlich stehen im Dezember noch andere Dinge an außer Karten zu unterschreiben und zu verschicken. Dennoch: Echte Wertschätzung erfordert auch echte Arbeit. Mit den folgenden Tipps machen Sie sich etwas mehr Arbeit und bringen dadurch Ihre Wertschätzung zum Ausdruck:

 

1. Achten Sie auf eine korrekte Anrede

Sie schreiben die Anrede eh handschriftlich, oder? In jedem Fall überprüfen Sie die korrekte Schreibweise des Namens und der Anrede. Wenn Sie mit einem Serienbrief arbeiten, setzen Sie einen entsprechenden Filter ein, der zwischen männlicher und weiblicher Anrede sortiert.

2. Verwenden Sie nicht den Grußtext vom letzten Jahr

So viel Zeit muss sein. Es gibt Menschen mit ausgezeichnetem Gedächtnis. Copy & Paste kann hier – wie in anderen Fällen auch – sehr peinlich werden.

3. Unterschreiben Sie die Karte persönlich

Die persönliche Unterschrift ist das absolute Minimum, um nicht sofort beim Empfänger auf der Liste der anonymen Massen-Post zu landen. Dieser Mehraufwand sollte es Ihnen wert sein.

4. Ergänzen Sie eine persönliche Botschaft

Zeigen Sie Ihrem Empfänger, dass Sie persönlich an ihn denken. Sie machen damit deutlich, dass die Karte nicht direkt aus dem Druckzentrum zur Post gewandert ist. Achten Sie schon bei der Gestaltung darauf, dass genügend Freiraum vorhanden ist. Alternativ verwenden Sie einen passenden Einleger.

5. Nutzen Sie Alternativen

Es muss nicht immer Weihnachten sein. Finden Sie andere Anlässe, um sich vom weihnachtlichen Massenphänomen abzuheben. Verschieben Sie Ihre Kartenaktion in das nächste Jahr und schicken Sie eine Neujahrskarte. Oder – wenn Sie mutig sind – denken Sie sich einen „wichtigen“ Anlass aus und verschicken Sie z.B. eine Halbjahreskarte. Werden Sie kreativ, Ihre Empfänger werden dankbar sein!

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