Nichts tun – das gilt in unserer Zeit und Kultur als Makel. Wer nichts tut, muss das erklären, sonst gilt er als Faulpelz. Für Nichtstun muss es einen guten Grund geben. Beim Elfmeterschießen hinterlässt das scheinbare Nichtstun – also einfach in der Mitte des Tores stehen zu bleiben – immer eine negative Wirkung. Wirft sich der Torwart dagegen spektakulär in eine Ecke , sieht es nach einer beeindruckenden Aktion aus. Selbst wenn es die falsche Ecke war. Bleibt der Torwart hingegen stehen und der Ball geht ins Netz, macht er keine besonders gute Figur.


Jedes Unternehmen hat eine Vorstellung davon welche Zielgruppe es erreichen will. Aber nicht immer führen die Bemühungen zum gewünschten Ergebnis. „Warum erreiche ich immer die falsche Zielgruppe und nie die Personen, die ich gern haben möchte?“ Diese Frage wurde mir vor einiger Zeit von einem Unternehmer gestellt. Die Antwort auf seine Frage zeichnete sich bereits nach einer oberflächlichen Analyse seiner Werbemaßnahmen ab. Die Erkenntnisse, die wir daraus gewonnen haben und wie Werbemaßnahmen auf die richtige Zielgruppe ausgerichtet werden, möchte ich anhand des folgenden – leicht verfremdeten – Beispiels verdeutlichen.


„Schau mal, wir haben eine neue Marke!“ – Naja, eigentlich ist es ein neues Logo. Logo und Marke – ist das eigentlich das Gleiche? In vielen Gesprächen drängt sich dieser Eindruck auf. Munter werden die Begriffe synonym verwendet und am Ende des Tages ist nicht unbedingt klarer, was gemeint ist oder gebraucht wird. Auch in der Diskussion um die neue Marke der Stadt Kiel hat sich dieses Missverständnis öfter gezeigt. Sind Logo und Marke wirklich identisch miteinander? Nein, sind sie definitiv nicht. Wo der Unterschied zwischen Logo und Marke liegt und warum es sich lohnt beides zu unterscheiden, möchte ich im Folgenden daher aufdröseln.


Kiel hat eine neue Marke. Endlich, denn lange war es still um den Markenprozess der Landeshauptstadt. Zumindest nach außen hin. Nun ist mit Kiels neuer dynamischen Marke: „Kiel.Sailing.City.“ bzw. dem neuen Logo für die Stadt Kiel der nächste Schritt getan. Ein entscheidender. Denn der Prozess Kiel als Marke wird nun konkret und die Stadt zeigt ihr neues Gesicht. Wie zu erwarten war, wird das neue Logo bereits sehr kontrovers diskutiert. Zumindest das ist keine Überraschung bei einer so radikalen Neuerung des Erscheinungsbildes. Ein radikaler Bruch mit dem alten Logo Das bisherige Logo ist ein klassisches


„Zuerst brauchen wir einen Namen und das Logo. Um die Marke kümmern wir uns dann später.“ Mittlerweile bringt mich dieser Satz innerlich zum Schmunzeln. Auch wenn die Sache alles andere als lustig ist. Denn wer kauft sich zuerst schicke Felgen und Reifen um hinterher zu überlegen, welches Auto dazu passt? Im unternehmerischen Kontext