Jedes Unternehmen hat eine Vorstellung davon welche Zielgruppe es erreichen will. Aber nicht immer führen die Bemühungen zum gewünschten Ergebnis. „Warum erreiche ich immer die falsche Zielgruppe und nie die Personen, die ich gern haben möchte?“ Diese Frage wurde mir vor einiger Zeit von einem Unternehmer gestellt. Die Antwort auf seine Frage zeichnete sich bereits nach einer oberflächlichen Analyse seiner Werbemaßnahmen ab. Die Erkenntnisse, die wir daraus gewonnen haben und wie Werbemaßnahmen auf die richtige Zielgruppe ausgerichtet werden, möchte ich anhand des folgenden – leicht verfremdeten – Beispiels verdeutlichen.


Seit einigen Wochen hängen an jeder Laterne in Kiel die Wahlplakate für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017. Ob dadurch das Stadtbild verschönert wird oder man das eher als visuelle Verschmutzung empfindet, sei mal dahin gestellt. Interessant sind Wahlplakate für mich aus zwei Gründen: 1. Man kann sich ihnen aufgrund der massiven Präsenz im Stadtbild nicht entziehen. 2. Sie sind ein Sonderfall in der Kommunikation: Sie werden nur zu bestimmten Anlässen eingesetzt, sie wollen nichts verkaufen… aber sie wollen Menschen genauso wie andere Werbung überzeugen. Die Grundfragen der Kommunikation sind für


„Ich habe doch gar keine Marke!“ Diese Aussage begegnet mir öfter im Beratungsalltag, insbesondere bei sehr kleinen Unternehmen oder Selbstständigen. Bei Marken denken die meisten Menschen an große Fastfood-Ketten, Autohersteller oder Versicherungen. Aber nur selten an das eigene Unternehmen. Warum eigentlich?


  Im August letzten Jahres wurde die neue Dachmarkenstrategie für das Land Schleswig-Holstein präsentiert. Die Reaktionen waren mehr als gespalten und es hagelte Kritik aus verschiedensten Richtungen: aus der Bevölkerung, der Opposition des Landtags, anderen Bundesländern und aus der Werbebranche. Die größten Kontroversen waren die Veränderung des schleswig-holsteinischen „Rot“ zu einem magenta-artigem „Pink“ sowie der neue Claim „Der echte Norden“. Die Diskussion drehte sich meiner Meinung nach dann um unnötige Bedenken wie „Schleswig-Holstein wird zur Telekom“ und „Wenn Schleswig-Holstein der echte Norden ist, wo ist denn dann der unechte Norden?“. Nun geht die Diskussion mit der Vorstellung einer neuen Imagekampagne des Landes in eine neue Runde.


„Herzlich Willkommen auf der Internetseite von xyz“. Auf erstaunlich vielen Startseiten finden sich immer noch solche und ähnliche inhaltsleere Begrüßungen. In Zeiten des 56k-Modems hatte das einen gewissen Charme, denn nach gefühlten 3 Minuten endlich auf die vollständig geladene Seite zu blicken ist ein erlösendes Gefühl. Heute ist der Besuch einer Internetseite an sich kein Erlebnis mehr. Im Gegenteil, das Erlebnis besteht eher darin, die richtige Seite in einer gigantischen Auswahl zu finden. Immer mehr Inhalte wollen gefiltert und sortiert werden. Was ist wirklich relevant für mich? Wo finde ich die Inhalte, die ich gesucht habe?